Bruno Streich übermalt Anzeigen aus Lifestyle-Magazinen direkt mit Ölfarbe. Die ursprünglichen Werbebilder bleiben unter der Malerei teilweise sichtbar und bilden eine fragile Erinnerungsschicht. Mit einer reduzierten Farbpalette untersucht Streich, wie weit ein Gesicht abstrahiert werden kann, ohne seine Lesbarkeit zu verlieren.
Aus den glatten Oberflächen der Werbung entstehen maskenhafte, reduzierte Erscheinungen zwischen Sichtbarkeit und Auslöschung. Die Arbeiten verhandeln Erinnerung und Vergessen, mediale Projektion, gesellschaftliche Transformation und die fragile Präsenz des Menschen in einer von Bildern und Versprechen geprägten Gegenwart.
Masse: ca. 30 x 20 cm
Ölfarbe auf Magazininseraten